Amphibienschutzzäune waren ein voller Erfolg


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Erdkröte

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Erdkröte, Foto: Armin Siemering


Wie berichtet, haben die Grafschafter NABU-Kreisgruppe, der Landkreis, die Stadt Nordhorn, die Gemeinde Wietmarschen und die Luft-Bodenschießplatzkom- mandantur Nordhorn im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes an der Zufahrtsstraße zu Nordhorn-Range entlang des Ems-Vechte –Kanals in mehreren Abschnitten Amphibienschutzzäune aufgestellt.

Hintergrund ist, dass viele Amphibien im Frühjahr auf ihrer Wanderung vom Winterquartier zum Laichgewässer dem Straßenverkehr zum Opfer fallen.

Mit einem Amphibienschutzzaun wird verhindert, dass die Tiere auf die Straße hüpfen. Sie werden von freiwilligen Helfern auf die andere Straßenseite gebracht, so dass die Tiere dort ihre Wanderschaft fortsetzen können. An der Zufahrtstraße zu Nordhorn-Range wurde ein Wanderschwerpunkt festgestellt, bei dem in den vergangenen Jahren immer wieder tote Tiere gefunden wurden.

Nach Abschluss der diesjährigen Wanderperiode wurde nun Bilanz gezogen: „Die Aktion war ein voller Erfolg!“, berichtet Stabsfeldwebel Stöckert von der Luft-Bodenschießplatzkommandantur Nordhorn. „Insgesamt konnten 1.310 Erdkröten, 1 Kreuzkröte, 78 Grün- und Braunfröschen und 1 Zauneidechse über die Straße getragen werden“. Ganz überrascht zeigten sich die Projektbeteiligten von dieser hohen Anzahl an Tieren. „Hiermit haben wir nicht gerechnet“, meint auch Herr Busmann vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und bedankt sich in diesem Zusammenhang bei der Luft-Bodenschießplatzkommandantur, ohne deren Hilfe die Betreuung der Amphibienschutzzäune ehrenamtlich kaum leistbar gewesen wäre.

Dennoch sind auch Opfer zu beklagen. 151 tote Tiere wurden an den Straßenabschnitten ohne Amphibienschutzzaun gezählt. Und auch im Bereich des Fahrradweges von Nordhorn her kommend wurden viele tote Tiere beobachtet. Hier besteht noch Optimierungspotential, an dem die Projektbeteiligten bereits für das nächste Jahr arbeiten.

Die Zäune wurden inzwischen wieder abgebaut und auf dem Gelände der Luft-Bodenschießplatzkommandantur eingelagert. Dort warten sie auf ihren Einsatz im nächsten Frühjahr – um wieder viele Amphibienleben zu retten.

Text: Landkreis Grafschaft Bentheim